FiA ETRC truckracing - Nogaro 2016

12.06. Erster Sieg für Norbert Kiss und das tankpool24 Racing Team

FiA ETRC - 2016 Race of France, Nogaro

Bereits am dritten Rennwochenende der FIA European Truck Racing Championship vor insgesamt über 40.000 Zuschauern auf dem Circuit Paul Armagnac trug die neue Kombination Norbert Kiss und tankpool24 die ersten Früchte. Erster Platz in der SuperPole und ein überlegener Sieg im anschließenden Rennen.

Tatsächlich zeigte sich auch das Team über diese überragende Performance etwas überrascht. Schon die Pole mit dem neuen Mercedes, der ja in der Form erst vor gerade mal zwei Wochen in Misano seine Jungfernfahrt erlebt hatte, löste großen Jubel aus.

Jetzt galt es nur noch, diesen Vorteil des ersten Startplatzes auch im Rennen umzusetzen.

Man weiß zwar, dass der zweifache Europameister auch ein ausgezeichneter Starter ist, doch im Motorsport allgemein und im Truckracing besonders können schon kleinste Nuancen in der Anfangsphase entscheidend sein.
Tatsächlich lagen Kiss und sein direkter Konkurrent, der Buggyra-Pilot Adam Lacko aus Tschechien, rund 1000 Meter durch das ganze Kurvenlabyrinth auf dem Circuit Paul Armagnac gleich nach dem Start Seite an Seite. Es war nicht auszumachen, wer denn nun die Nase vorn hatte. Als es dann auf die lange Gegengerade ging, kam der Ungar auf dem tankpool24-Mercedes dann aber einfach besser aus der letzten Kurve heraus und übernahm die Spitze.

In extrem beeindruckender Manier setzte sich Kiss schließlich von seinen Verfolgern ab und fuhr einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen.
Um das Ganze noch zu toppen, gewann tankpool24 auch erstmals die Teamwertung, obwohl man wegen eines kurzfristig irreparabeln Schadens am zweiten tankpool24-Mercedes, von André Kursim, in Nogaro nur mit einem RaceTruck am Start war.

Nun wollten Kiss und das Team am Sonntag natürlich da anschließen, wo man am Samstag aufgehört hatte.

Bei weiterhin trockenem Wetter erreichte der Mercedes im frühen WarmUp die drittschnellste Zeit, eigentlich ein gutes Zeichen, war man am Vortag doch da „nur“ Vierter geworden.

Im Zweiten Zeittraining fuhr Kiss dann die drittbeste Zeit, nur zwei Zehntel hinter dem Spitzenreiter Lacko.
Alle Trucks waren nach nur einer schnellen Runde zwecks Reifenschonung schon wieder in die Boxengasse gefahren, schließlich konzentrierte man sich ganz auf die SuperPole, denn erst da wird ja die endgültige Startaufstellung ausgefahren.
Dort traf das Team beinahe ein Schock, der Motor bereitete ohne jegliche Ankündigung Probleme.
Kiss fuhr gleich zurück in die Box, vorsorglich und um größeren Schaden zu vermeiden, wurde der Motor auch erst einmal abgestellt.

Es sah ganz danach aus, dass ausgiebige Ursachenforschung und Reparatur kurzfristig an der Rennstrecke nicht wirklich zu bewältigen seien. Nach eingehender Beratung kam die Mannschaft zu dem Entschluss, das Problem in den heimatlichen Werkstätten lieber in aller Ruhe gründlich anzugehen.

Seinen 61 Punkten, mit denen Kiss derzeit den 5.Platz in der Championatswertung belegt, konnte der tankpool24-Pilot somit keine weiteren mehr hinzufügen.

So nah beieinander können nun ein „Himmel-hoch-jauchzend“ und ein beinahe zu „Tode-betrübt“ liegen, wobei das Positive letztendlich aber klar dominierte.

Cheftechniker Stefan Honens sah es später auch schon wieder etwas entspannter.
„Dann haben wir eben bis zum Truck Grand Prix etwas mehr Arbeit. Wir wissen aber nun, was wir leisten können. Mir geht das im Moment aber auch etwas sehr schnell, ich hätte nie damit gerechnet, schon am dritten Rennwochenende ganz oben auf dem Podium zu stehen. Jetzt gilt es aber erst einmal, beide Autos für den Truck Grand Prix tiptop auf die Räder zu stellen.“

Der 31. Int. ADAC Truck-Grand-Prix  findet vom 1. bis 3. Juli auf dem Nürburgring statt.

© 2017 tankpool24 Racing Team | Impressum
tankpool24 racing team verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weiterlesen …