FiA ETRC Redbullring 2016

01.05. - FiA ETRC TruckRaceTrophy Redbullring 2016

Erfolgreicher Auftakt für Norbert Kiss im tankpool24-Mercedes

Vor insgesamt 16.500 Zuschauern gab es beim Saisonauftakt zur FIA European Truck Racing Championship viel Ungewohntes. Ein ETRC-Paddock im Schnee hatte man zuvor noch nicht erlebt. Allerdings herrschte dann beim ersten echten Auftritt der RaceTrucks in dieser Saison wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein.

Auch noch etwas ungewohnt war für viele Fans waren auch die neuen Farben des amtierenden Europameisters Norbert Kiss im tankpool24-Overall hinter dem Volant des Mercedes-RaceTrucks von MB Motorsport. Der Ungar war ja erst kurz vor Saisonbeginn in das Team von Markus Bauer gewechselt.
Allen war klar, dass der Ungar nach der sehr kurzen Vorbereitungsphase nicht würde Bäume ausreissen können, doch nach nur wenigen Runden in den Trainingssessions hatte sich Kiss auf seinen neuen Truck eingestellt und erreichte gleich die TopTen für die SuperPole. Hier holte sich der tankpool24-Pilot den fünften Startplatz für das erste Rennen.

Nach dem Start fädelte sich der Ungar auf der 6. Position ein, ihm direkt an der Stossstange klemmte der Buggyra Freightliner mit dem Tschechen Adam Lacko am Steuer. Bis zur Hälfte des Rennens bekriegten sich die beiden Kontrahenten immer wieder, ohne sich sonderlich „weh“ zu tun. Doch als es wieder einmal durch die Kurzanbindung ging, Kiss innen und der Tscheche außen, gerieten beide Trucks heftig aneinander und flogen kurzfristig von der Piste.
Während Lacko direkt wieder ins Feld zurückfand, verlor der Ungar einige Plätze. Zum Schluss passierte er dann doch noch an 9. Position die Ziellinie.
Anschließend erhielt der drittplatzierte britische MAN-Pilot Ryan Smith eine 30-Sekundenstrafe, wodurch Kiss auf den 8. Platz vorrückte – und das bedeutete dann auch die Pole für das zweite Rennen.

Die Freude über die sich bietende große Chance hielt aber leider nicht lange. Schon in der ersten Kurve wurde der Polesetter vom IVECO des nach vorn stürmenden Gerd Körber und vom MAN Fahrer Robinaeu, getroffen. Der Mercedes geriet ganz weit nach außen, das komplette Feld zog vorbei, und während Lacko nun in Führung ging, fand sich Kiss am Ende des Feldes wieder. Nur wenig später bekam der tankpool24 Mercedes nochmals eine volle Breitseite bei einer Kollision mit dem MAN von Ellen Lohr, sodass sich Kiss und das Team entschlossen, direkt in die Boxengasse zu fahren.

In einer langen Nachtschicht machten die Mechaniker des Teams den Truck aber wieder fahrbereit.
Zum Sonntag hin war das Wetter dann komplett umgeschlagen, es regnete ununterbrochen.
Im Qualifying 2 lag der Ungar an einer sehr guten 3. Position.
Bis zur SuperPole der TopTen hatten sich die Pistenverhältnisse aber weiter massiv verschlechtert, Kiss holte sich hier dann den 8. Startplatz. Im anschließenden Rennen, „schlitterte“ er auf den 6. Platz vor.

Im Abschlussrennen kam der Mercedes-Pilot bei sich noch weiter verschlechternden Pistenverhältnissen nach vorzeitigem Rennabbruch erneut auf der 6. Position ins Ziel.
Insgesamt holte Kiss beim Saisonauftakt bereits 14 Meisterschaftspunkte.

Teamchef Bauer zog am Sonntag dann ein sehr zufriedenes Resümee: „Das ist eigentlich mehr als wir erwartet haben. Bei Kabelsträngen und Motorenteilen gab es ja Zuliefererprobleme. Der RaceTruck von Norbi ist noch längst nicht in seiner endgültigen Form. Der Truck unseres zweiten Piloten André Kursim war so ja leider auch noch gar nicht fahrbereit. Umso mehr freuen wir uns, dass André nach Spielberg gekommen ist, um seinen neuen Teamkollegen moralisch zu unterstützen. Das Ergebnis an diesem Wochenende ist für uns sensationell. Wir müssen jetzt nur aufpassen, dass wir unsere eigenen Vorstellungen nun nicht zu hoch ansetzen.“

In vier Wochen, am 28. und 29. Mai, steht in Misano an der italienischen Adria der zweite Saisonlauf an.

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