FiA ETRC Le Mans 2016

08.10. - FiA ETRC - Le Mans 2016

Zwei Podiumsplätze für in Le Mans

Beim Saisonfinale der FIA European Truck Racing Championship auf dem Circuit Bugatti in Le Mans war das tankpool24-Mercedes-Team vor insgesamt 56.000 Zuschauern nicht gerade vom Glück begünstigt. „Doch“ so Teamchef Markus Bauer, „hätte jemand zu Anfang der Saison gesagt, dass wir in der Fahrerwertung auf den 5.Platz des Gesamtklassements fahren und in der Teammeisterschaft 294 Punkte holen würden, man hätte ihn für verrückt erklärt. Trotz des Pechs jetzt hier in Le Mans, sind wir hochzufrieden. Tatsächlich liegt das Ergebnis weit über unseren ursprünglichen Erwartungen.“

Der erste große Pechvogel des Rennwochenendes war aber erst einmal tankpool24-Pilot André Kursim. Nach ausgesprochen viel versprechenden Leistungen in den Läufen zum Freien Training – jeweils unter den TopTen – war man allseits überzeugt, dass der junge Deutsche hier erneut in die Punkte fahren würde. Doch schon zu Anfang des ersten Qualifyings erwischte es den Mercedes von Kursim ganz hart – ein an Ort und Stelle irreparabler Motorschaden.
Damit hatte sich das Wochenende für den jungen Piloten erledigt, er war zum Zuschauen verurteilt.

Die Auszeichnung im Rahmen der FIA-Zeremonie am Sonntagabend als einer der drei besten Youngster der Saison konnten ihn dann doch noch etwas trösten.
So lag es nun allein am anderen Piloten des Teams, dem ungarischen Titelverteidiger Norbert Kiss, die tankpool24-Farben hochzuhalten.  
Das, was Kiss dann schon im Qualifying und der anschließenden SuperPole der TopTen zeigte – beide Male Platz 2 – ließ auch einiges erwarten.
Tatsächlich holte sich der Mercedes-Pilot auch im anschließenden Rennen den zweiten Platz.

Im zweiten Tagesrennen gehörte Kiss zu den Glücklichen, die das Ganze unbeschadet überstanden. In dem wohl unfallträchtigsten Rennen der Saison kamen nach zwei Neustarts am Ende gerade noch sieben Trucks – von einem ursprünglich mal 16köpfigen Starterfeld – in die Wertung, der tankpool24-Mercedes mit der Nummer 1 wurde Vierter.

Am Sonntag sah es dann ganz so aus, als könne der Ungar nahtlos an seine Erfolge vom Vortag ansetzen, sein Ziel war der 4. Rang in der Championatswertung.

Im ersten Tagesrennen, in dem es ja allein 20 Punkte für den Sieger gibt, setzte sich Kiss denn auch gleich an die Spitze – dann aber schlug auch bei seinem RaceTruck der Defektenteufel zu. Alle Sieges- und Punkteträume lösten sich im „Rauch“ eines defekten Turbos auf.
Der Rückstand zum 4. Gesamtrang betrug nun 13 Punkte, maximal 10 wären aber im letzten der Saison noch zu holen gewesen. Von hinten drohte auch keine Gefahr, noch den 5. Platz zu verlieren, und so verzichtete die Crew um Markus Bauer darauf, sich den Stress anzutun, den Schaden in kürzester Zeit zu beheben.

Zudem hätte Kiss, wegen seines Ausfalls im vorherigen Rennen, ganz vom Ende des wieder auf 14 Trucks erstarkten Starterfeldes ins Rennen gehen müssen.
„Was 2010 als eine beinahe spleenige Idee einiger Mercedes-Enthusiasten begann, für zunächst einmal nur einzelne Rennen ein rein privates Rennteam ohne jegliche Werksunterstützung auf die Beine zu stellen, nahm immer professionellere Formen an.
Der Sprung, den wir dann in diesem Jahr gemacht haben, war enorm. Mit Stefan Honens ist ein sehr erfahrener und höchst erfolgreicher RaceTruck-Konstrukteur zu uns gekommen.

Dazu haben wir mit dem zweifachen Europameister Norbert Kiss einen der absoluten Top-Piloten gewinnen können, das Ergebnis war für uns ein Quantensprung.

Fünfter Platz in der Gesamtwertung, neun Podiumsplätze – einmal Erster, dreimal Zweiter, fünfmal Dritter – das sind Resultate, die uns in dieser Saison niemand zugetraut hätte, zumindest nicht nach so kurzer Zeit. Für die nächste Saison hoffen wir, das nicht nur bestätigen zu können, wir wollen sogar noch eine Schüppe drauflegen.“ – so das Saisonresümee von Markus Bauer.

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