FiA ETRC Jarama 2016

01.10. - FiA ETRC - Jarama 2016

Kiss weiter auf Podiumskurs

Beim 8. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship auf dem Circuito del Jarama vor den Toren der spanischen Hauptstadt Madrid erlebte der ungarische Titelverteidiger Norbert Kiss bei seinem Bestreben nach dem 3. Platz in der Gesamtwertung zwar einen leichten Rückschlag, hat aber immer noch beste Aussichten, beim Finale in Le Mans auf dem Podium zu stehen.

Eigentlich liegt Kiss der Jarama-Kurs. Doch an diesem Wochenende war trotz des herrlichen Sommerwetters vor insgesamt 26.000 Zuschauern irgendwie der Wurm drin, zumindest dann, wenn es um Punkte ging. In der SuperPole der Top Ten hatte er nämlich jeweils die drittschnellste Zeit gefahren.

Im ersten Rennen des Samstags kam er hinter seinem schärfsten Konkurrenten um den dritten Podiumsplatz, dem MAN-Piloten René Reinert, auf dem 4. Platz ein. Letztendlich lag Kiss damit noch gut im Soll. Doch später bekam der Pilot des tankpool24-Mercedes anstelle einer Durchfahrtsstrafe, er sei nicht ganz fair im Zweikampf mit der deutschen MAN-Pilotin Steffi Halm zu Werke gegangen, 30 zusätzliche Sekunden aufgebrummt – das warf ihn auf den 9. Platz zurück.

Beim Start zum Folgerennen hätte Kiss so eigentlich auch vom 9. Startplatz aus ins Rennen gehen müssen, er wurde aber entsprechend der umgekehrten Startreihenfolge der acht Ersten von Platz fünf aus ins Rennen geschickt. So war man sich lange nicht sicher, ob es die Strafe überhaupt gegeben habe.
In einem eher etwas turbulenten Rennen hing der Mercedes-Pilot von Anfang an etwas unglücklich in einer Gruppe hinter einer langsameren Pilotin fest. Am Ende musste er sich mit dem 7. Platz zufrieden geben.

Als sich Kiss auch in der SuperPole am Samstag den 3. Startplatz sicherte, war man allseits überzeugt, nun müsse es doch was mit dem Podium werden. Kiss war während des ganzen Rennens gerade von seinen schärfsten Konkurrenten umgeben. Hier verschenkte niemand etwas, so war man sich nicht klar darüber, war der  5. Platz nun ein Gewinn oder doch eher etwas enttäuschend.

Und im Abschlussrennen hatte der Ungar wirklich Pech. Erneut an 5. Stelle liegend schied er mit einem technischen Defekt aus.
Auch nicht gerade vom Glück verwöhnt war der zweite tankpool24-Pilot André Kursim.

Gerade auf dem Weg in die Punkteränge wurde ihm im ersten Samstagsrennen signalisiert, er solle wegen eines Karosserie-Schadens nach einer Karambolage die Boxengasse aufsuchen. Dort wurde der Truck halbwegs gerichtet, in der Zeit hatte sich Kursim schon zwei Runden Rückstand eingehandelt. Schließlich war so mehr als der 16. Platz nicht drin.

Im zweiten Rennen sah es da für den tankpool24-Junior schon etwas besser aus. Knapp hinter dem Teamkollegen fuhr er auf den 9. Rang und konnte so seinem FIA-Konto zwei weitere Punkte gutschreiben.

Auch am Sonntag schaffte es Kursim in beiden Rennen in die Punkteränge, im ersten Auftritt auf den 9. Platz und im zweiten gab es noch einen Punkt für den 10. Rang.

Wobei dieses letzte Rennen des Wochenendes schon etwas kurios verlief. Nach einer Runde gab es einen Rennabbruch, weil ein spanischer Iveco sich im Kies festgefahren hatte. Mit rund einstündiger Verspätung wurde neu gestartet, gemäß des Zieleinlaufs nach der ersten Runde. Das Rennen bestand nun aus zwei Rennabschnitten, die Zeiten beider Abschnitte wurden am Ende addiert, so ergab sich das Endergebnis. Obwohl Kursim an 9. Position die Ziellinie passierte, wurde er dennoch nur Zehnter, da er nach der Addition der Zeiten genau eine Sekunde zu viel auf der Uhr hatte.

Auch wenn das Wochenende in Jarama dem tankpool24-Team keine Traumergebnisse bescherte, wirklich unzufrieden zeigte sich Teamchef Markus Bauer nicht.
„Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, Norbert peile am Ende den 3.Platz in der Fahrerwertung an, wir hätten für verrückt erklärt. Ebenso wenig war damit zu rechen, dass André schon am vorletzten Rennwochenende 27 FIA-Punkte einfahren würde.
Wir dürfen uns von einigen Spitzenergebnissen nicht blenden lassen. Um konstant vorn mitzufahren, fehlt uns einfach noch ein bisschen etwas.“

Das Finale der FIA ETRC findet bereits am nächsten Wochenende, dem 8. und 9. Oktober auf der Traditionsstrecke Circuit Bugatti in Le Mans statt.

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