FiA ETRC Hungaroring 2015

05.09. - FiA ETRC - Hungaroring 2015

1. Poleposition und Superpole ...

Vor insgesamt 32.000 euphorisch auf Lokalmatador Norbert Kiss eingesimmten Zuschauern, die den MAN-Piloten feierten wie einen Pop-Star, begann der erste Tag des 7. Laufs zur FIA European Truck Racing Championship genau nach dem Geschmack der Piloten des tankpool24-Teams. Es regnete und die Piste war extrem nass.
Roland Rehfeld fuhr mit seinem Mercedes im Freien Training auf den 6. Platz, André Kursim konnte allerdings wegen technischer Probleme keine wirklich schnelle Runde fahren. Das machte der junge Pilot im anschließenden Zeittraining aber mehr als wett. Mit der neuntschnellsten Rundenzeit fuhr Kursim erstmals in seiner Truckracing-Karriere in die TopTen für die SuperPole.

Rehfeld verpasste als Elfter die TopTen nur ganz knapp, hatte dabei auch noch Pech, als ihm die blaue Flagge gezeigt wurde, weil ein vermeintlich Schnellerer im Anzug war. Bis zum Rennen war die Piste dann aber wieder komplett abgetrocknet, und die Mercedes-Piloten hatten erneut mit dem Problem zu kämpfen, dass die Konkurrenz einfach einige PS mehr unter der Haube hat. Auf nasser Piste spielt das allerdings nicht eine solch entscheidende Rolle.
So fuhr Rehfeld einmal mehr mit dem 11. Platz nur knapp an den Punkterängen vorbei, Kursim kam an 13. Position ein.

Am Sonntag war es dann wieder eher sommerlich, vor allen Dingen war es trocken, wobei sich die tankpool24-Crew doch so sehr Regen gewünscht hatte. Im Qualifikationstraining fuhren Rehfeld und Kursim erneut auf ihre „Stammplätze“ 11 und 13.


In dem dann anschließenden äußerst turbulenten Rennen – mit Rennabbruch und Neustart, wobei offensichtlich nicht alle Offiziellen den Überblick behielten – lag Rehfeld bis zur letzten Runde auf dem wichtigen 8. Platz, bedeutete dieser doch die Pole fürs Abschlussrennen. Der Tscheche Frankie Vojtisek, der mit seinem MAN dem Rehfeld-Mercedes schon mehrfach hintendrauf gefahren war, donnerte dem Berliner allerdings dann noch ein weiteres Mal aufs Heck, schob den tankpool24-Renner kurzfristig von der Piste und zog vorbei.

Nach viel Diskussion, mehrfachen Sichtens der Videoaufzeichnungen des tankpool24-Teams kamen die Rennkommissare zu dem Entschluss, Vojtisek eine 30-Sekundenstrafe aufzubrummen – wodurch der Tscheche zurückfiel, Rehfeld aber wieder auf 8. Platz vorrückte. Kursim belegte den 12. Rang.
Um es vorweg zu nehmen, wirklich Glück brachte Rehfeld die Pole nicht. Beim Start wurde ganz deutlich, die anderen haben einfach mehr Power. Bei beiden Piloten war wohl auch etwas die Luft raus, und so gab Rehfeld sich am Ende mit Platz 12 und Kursim mit Platz 14 zufrieden.

Teamchef Markus Bauer war aber dennoch sehr zufrieden. „Der Samstag hat gezeigt, unser Fahrwerk ist wirklich super. Hätte man dem Roland nicht die blaue Flagge gezeigt, wäre wohl auch er noch in der Qualifikation in die TopTen gefahren. Und die Pole am Sonntag war natürlich schon ein Highlight. Allerdings zeigte sich gerade hier beim Start, dass es insbesondere im Vergleich zu den Top-RaceTrucks an Leistung fehlt. Aber wir arbeiten daran, heute haben wir etwas erreicht, worauf wir aufbauen können.“

Der 8. Lauf zur FIA ETRC findet am 19. und 20. September im belgischen Zolder statt.

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