FiA ETRC Czech-Truck-Prix 2015

30.08 - FiA ETRC - CZECH-TRUCK-PRIX 2015

Roland Rehfeld erneut in den Punkten

Der 6. Lauf zur FIA European Truck Racing Championship im tschechischen Most vor rund 90.000 Zuschauern war für das tankpool24-Team bei tropischen Temperaturen ein Rennwochenende mit Höhen und Tiefen.
Zum dritten Mal hintereinander fuhr Roland Rehfeld mit seinem Mercedes mit der No. 24 in die Punkte, aber der zweite RaceTruck, der von André Kursim, erlitt gleich zwei Motorschäden und dazu noch einen weiteren technischen Defekt. Da Kursim zuvor keine gezeiteten Trainingsrunden absolvieren konnte, wurde er zu den Rennen am Samstag nicht zugelassen.

Rehfelds Truck lief dagegen wie am Schnürrchen, auch wenn es am Samstag noch nicht die erhofften Ergebnisse gab. Den Abstand zu den TopTen hatte man zwar verkürzen können, dennoch reichte es mit dem 13. Platz noch nicht ganz für die Punkteränge. Im 2. Rennen erlitt der RaceTruck schon im ersten Drittel einen Getriebeschaden. Über mangelnde Arbeit konnte sich die Mechaniker-Crew von MB-Motorsport also nun wirklich nicht beklagen – und das bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke.
Am Sonntagmorgen jedenfalls standen beide tankpool24-Mercedes-RaceTrucks wieder fahrbereit in der Boxengasse.

Vom WarmUp zum Zeittraining verbesserten sich beide gleich um ein bis zwei Sekunden, voller Hoffnung ging man denn auch ins erste Rennen. Allerdings wurde Rehfeld schon anfangs unverschuldet in eine schwere Kollision verwickelt, bei der die ganze Front des Mercedes eingedrückt wurde und die Windschutzscheibe beinahe zerbarst. Dennoch fuhr der Berliner unbeirrt weiter, und das sollte belohnt werden. Mit seinem waidwunden Auto fuhr Rehfeld schließlich als Elfter durchs Ziel. 

Da aber Gastfahrer Mathew Summerfield (GBR) keine Punkte bekommen konnte, fiel der letzte FIA-Punkt an Rehfeld.

Kursims Renner sah dagegen fast aus wie aus dem Ei gepellt, aber der junge Hesse musste nach nur drei Runden den Truck erneut wegen eines Motorschadens in der Boxengasse abstellen. Bis zum Schlussrennen war der Schaden nicht mehr zu beheben.
Auch Rehfelds No. 24 konnte in der Kürze der Zeit nur notdürftig repariert werden. Insbesondere auch noch die ganze Windschutzscheibe auszutauschen, hätte nicht mehr geklappt. So wurde die Scheibe – nach Rücksprache mit der Rennleitung – mit sehr viel Powerband auf der Beifahrerseite stabilisiert. Auf der Fahrerseite hatte Rehfeld ein ungehindertes Sichtfeld.
Und diese eher unorthodoxe Vorgehensweise sollte sich auszahlen. In einem harten und sehr ereignisreichen Rennen konnte Rehfeld allen Widrigkeiten aus dem Weg gehen. Mit seinem tankpool24-Mercedes, der rein äußerlich sicher keine Augenweide mehr war, fuhr der Berliner auf den 9. Platz und holte sich zwei weitere Punkte in der FIA-Wertung.

„Das war ein ausgesprochen hartes Wochenende mit sehr Arbeit für unsere Crew,“ so Teamchef Markus Bauer am Sonntagabend. „Dass es dann auch noch so heiß sein musste, das hat das Ganze nicht unbedingt leichter gemacht. Wir werden nun direkt anfangen, den Motor an Andrés Truck zu reparieren, damit wir in Ungarn wieder zwei tankpool24-RaceTrucks an den Start gehen können. Unser Saisonziel, uns in den Punkterängen etablieren zu können, haben wir mit Roland ja bereits erreich.“

Der 7. Lauf zur FIA ETRC findet bereits am kommenden Wochenende auf dem Hungaroring bei Budapest statt.

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